Olga in Novosibirsk
26.09.2014

 

Ihre Heimat hat sie nicht vergessen, auch nachdem die russische Zarentochter und Großfürstin Olga (1822-1892) Königin in Württemberg geworden war. Auf ihren Wunsch ließ der Zar eine möglichst vollständige Sammlung russischer Mineralien nach Stuttgart schicken.

In acht Kisten trafen die Mineralien hier ein – keine Edelstein-Kollektion, sondern eine nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten zusammengestellte. Auf Befehl der Königin wurde die Sammlung am 24. Oktober 1865 der „Königlichen Direktion der wissenschaftlichen Sammlungen des Staates“ übergeben, dem Naturalienkabinett also, wie das Staatliche Museum für Naturkunde damals hieß. Heute gilt die Königin-Olga-Sammlung als Kostbarkeit, eine nicht zuletzt wegen ihrer Geschichte besonders interessante wissenschaftliche Lehrsammlung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Rund 400 Stücke sind bis heute erhalten: natürlich vorkommende Metalle, Erzmineralien, eine Vielzahl von Schmucksteinen, aber auch ganz gewöhnliche Mineralien wie Feldspat, Quarz oder Glimmer. Diese große Vielfalt spiegelt den unermesslichen Reichtum Russlands an Bodenschätzen wider.

Jetzt reisen die Mineralien wieder gen Osten:

147 ausgewählte Stücke werden vom 26. September bis 30. November im “Novosibirsk State Museum of Local History and Nature” gezeigt. Mit dem Museum in Novosibirsk verbindet uns eine enge Kooperation in Wissenschaft und Präparation. Die Ausstellung wird im Rahmen des Ost-Europäischen Kulturprojekts „Zeitmaschine“ vom Goethe-Institut unterstützt.

Ausstellungseröffnung am 26. September 2014

von links nach rechts:
Igor Reschetnikow, stellv. Kulturminister des Gebiets Nowosibirsk
Dr. Stefanie Peter, Leitung Goethe-Institut
Viktor Richter, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Nowosibirsk
Franz Xaver Schmidt, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart Lena Stern,
Dolmetscherin Andrey Shapovalov,
Direktor des Novosibirsk State Museum of Local History and Nature

(Fotos: F.X. Schmidt; Eröffnung: Laura Gezalyan)