Buntsandstein vor 251 – 243 Millionen Jahren

Zur Ablagerungszeit der Buntsandstein-Sedimente waren weltweit alle Kontinente im Superkontinent Pangäa vereint. Von Osten her drang der Tethys-Ozean in einer breiten Bucht bis ins Zentrum Pangäas vor. Süddeutschland war Teil einer weiten, langsam nach Norden absinkenden Ebene, dem Germanischen Becken. Dieses lag nur wenige 100 Kilometer nordwestlich der Tethys-Bucht, von dieser getrennt durch Teile des Variszischen Gebirges, unter anderem dem Vindelizischen Land.

Ringsum war das Becken von hügeligen Abtragungsgebieten begrenzt, in denen Granite und Gneise zu Tage traten. Durch lang andauernde Bewegungen der Erdkruste hoben sich diese Gebiete, und weit verzweigte Flusssysteme lieferten in großer Menge Geröll, Sande und Tone aus den umgebenden Gebirgen in das Buntsandstein-Becken. Gleichzeitig senkte sich der Untergrund des Beckens ab. Diese Absenkung wurde jedoch meist durch die Gesteinsablagerungen ausgeglichen. Gröbere Gerölle wurden am Rand in Schwemmfächern abgesetzt, Sande und Tone konnten weiter ins Becken transportiert werden. Im warmen und trockenen Klima versickerten die Flüsse häufig, bevor sie das Binnenmeer im Norden erreichten. 

Entgegen der Bezeichnung "Buntsandstein" handelt es sich im süddeutschen Raum fast ausschließlich um stark rot gefärbte Sandsteine. Die Sandkörner sind durch eine dünne Schicht aus Hämatit, einem Eisenoxid, rot gefärbt, was auf ein trockenes, wüstenartiges Klima während der Buntsandstein-Zeit deutet. Untergeordnet treten auch Konglomerate und Tonsteine auf.

Zur Dauerausstellung:
Buntsandstein

Paläogeografische Karte Europas in der Buntsandstein-Zeit.

Landschaftsbild Süddeutschlands: Die Wüste der Buntsandstein-Zeit.

Aufschluss im Oberen Buntsandstein bei Tiefenbronn.