Das Posidonienschiefer-Meer

Zur Zeit des Oberen Schwarzen Juras war Zentraleuropa von einem bis zu 150 Meter tiefen Schelfmeer bedeckt. Seine Besonderheit und gleichzeitig der Grund für die Entstehung einzigartiger Fossilien: Das Wasser wies eine deutliche Schichtung auf. Oben schwamm leichtes, warmes Wasser, in der Tiefe lag schwereres, kühleres Wasser mit etwas höherem Salzgehalt. Die unterschiedlich dichten Wasserschichten durchmischten sich nur wenig. Am Meeresboden wurde beim biologischen Abbau organischen Materials durch Bakterien Sauerstoff verbraucht, einen Zustrom sauerstoffreichen Oberflächenwassers gab es nicht.

Die Folge: Fäulnis am Boden, die Bildung giftigen Schwefelwasserstoffs, die Entstehung einer „Todeszone“, in der Leben kaum möglich war.

Abgesunkene Kadaver, zum Beispiel große Fischsaurier, wurden also weder durch Aasfresser zerstört noch durch Strömungen verdriftet – und blieben so über Jahrmillion nahezu vollständig erhalten.

Weiterführende Informationen zur Geologie:
Schwarzer Jura vor 200 – 178 Millionen Jahren

Leben an der Küste

Fischsaurier: Temnodontosaurus trigonodon

Fischechse: Stenopterygius quadriscissus

Fischechse: Stenopterygius quadriscissus

Meereskrokodil: Steneosaurus bollensis

Hai: Hybodus hauffianus

Seelilie: Seirocrinus subangularis

Ammoniten: Arieten-Pflaster – etwas älter und doch Schwarzjura-Meer