Mittlerer und Oberer Keuper

Während des Mittleren Keupers war Süddeutschland überwiegend Festland, eine offene relativ trockene Landschaft, hin und wieder unterbrochen von wenig ausgedehnten Wäldern. In manchen Gebieten gab es aber durchaus auch Flüsse und größere Seen. In den verschiedenen Lebensräumen dieser Landschaft entwickelte sich eine vielfältige Pflanzenwelt. Vor allem Nacktsamer wie die Cycas-Gewächse, Bennettiteen und Nadelbäume erreichten im Erdmittelalter ihre Blütezeit.

Fische sind in dieser Zeit selten. Zeitweise beschränkte sich die Fauna neben Lungenfischen fast vollständig auf den Schmelzschuppenfisch Semionotus, der bevorzugt in Flüssen lebte. Trockneten diese aus, sammelten sich die Fische bis zum bitteren Ende in den verbliebenen Wasserlöchern.

Im Oberen Keuper (Rhät) änderte sich die Situation grundlegend. Das Meer – und damit auch die Fische – drang wieder nach Süddeutschland vor. Reste von Haien, Zähne und Schuppen von Knochenfischen sowie Knochen von Meeresreptilien und fossiler Kot reicherten sich zusammen mit Sand und Geröll durch Wasserströmungen in unvorstellbarer Menge in Knochenhorizonten („bonebeds“) an.

Weiterführende Informationen zur Geologie:
Mittlerer Keuper vor 233 – 205 Millionen Jahren

Flugsaurier: Eudimorphodon

Panzerlurch: Metoposaurus diagnosticus

Schildkröte: Proganochelys quenstedti

Adlerkopfechse: Aetosaurus ferratus

Phytosaurier: Nicrosaurus kapffi

Dinosaurier: Plateosaurier engelhardti

Entstehung der Säugetiere: Therapsiden

Älteste Säugetiere: Thomasia antiqua

Älteste Säugetiere: Ein Zahn genügt

Der lange Weg in die Luft