Muschelkalk

Das Muschelkalk-Meer war ein von anderen Meeren weitgehend isoliertes flaches Randmeer. Seinen Namen erhielt es wegen seiner Massenanhäufungen von Schalen und Schalentrümmern. Die durch Strömungen und Stürme abgelagerten Schillbänke aus Muscheln, Schnecken und Armfüßern (Brachiopoden) lassen sich teilweise über große Entfernungen verfolgen („Leithorizonte“).

Nach dem massenhaften Aussterben von Meerestieren vor 250 Millionen Jahren drangen Reptilien vom Land in die Ozeane vor. Sie entwickelten innerhalb weniger Millionen Jahre eine erstaunliche Artenvielfalt und ganz verschiedene Formen der Fortbewegung: Die Fischechsen begannen als schlängelnde Schwimmer und hatten schließlich eine delfinähnliche Körperform; die Schwanzflosse diente dem Antrieb, die seitlichen Flossen zum Steuern, Flossenechsen nutzten dagegen Arme und Beine zum Antrieb, während der Rumpf versteift war. Rätselhaft bleibt die Schwimmtechnik der Giraffenhalsechsen.

Weiterführende Informationen zur Geologie:
Muschelkalk vor 243 – 235 Millionen Jahren

Mixosaurus cornalianus

Nothosaurus jagisteus

Simosaurus gaillardoti

Placodus gigas

Ceratiten - Evolution in der Isolation

Ceratites nodosus

Germanonautilus suevicus

Encrinus liliformis

Pemphix sueuri

Tanystropheus conspicuus