Paläogen - Neogen

Im Tertiär – heute in Paläogen und Neogen unterteilt – entwickelte sich die heutige Landschaft Süddeutschlands: Erdkrustenbewegungen falteten die Alpen auf, der Oberrheingraben brach ein und durch Kippung der Erdkruste und Abtragung entstand das süddeutsche Schichtstufenland. Diese geologisch aktive Zeit ist auch das Zeitalter der Säugetiere. Ihre Geschichte reicht weit ins Erdmittelalter zurück. Bereits vor 200 Millionen Jahre lebten mausgroße Säuger im Schatten der Dinosaurier, ihre Reste sind auch in Baden-Württemberg gefunden worden.

Schon diese frühen Säuger konnten ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umgebung aufrechterhalten. Ihre Nahrungsverwertung war effektiver als bei den Sauriern. Durch den Ausbau des Zentralnervensystems steigerte sich die Leistung ihrer Sinnesorgane. Und die Geburt lebender, weit entwickelter Jungtiere verbesserte deren Überlebenschance. Aber erst mit dem Aussterben der Saurier am Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren bekamen sie die Chance sich zu der Vielfalt zu entwickeln, die wir heute kennen.

Aus mausgroßen Vorfahren entwickelten sich, nach Aussterben der Saurier am Ende der Kreide-Zeit, alle bekannten Säugergruppen. Im Laufe der folgenden Millionen Jahre entwickelten sie sich extrem vielfältig. Sie eroberten alle Lebensräume: Seekühe, Wale und Delfine das Wasser, Fledermäuse und Flughunde die Luft, und viele, viele andere das Land unter ihnen Pferde, Hirsche und Hauerelefanten, und sie besiedelten alle Klimate von der Arktis bis in die Tropen und vom Flachland bis ins Hochgebirge.

Weiterführende Informationen zur Geologie:
Paläogen und Neogen vor 65 – 2,6 Millionen Jahren

Urpferd: Propalaeotherium messelense (Jungtier)

Seekuh: Halitherium

Rankenfußkrebse: Balanus

Hauerelefant: Deinotherium

Spinne im "Böttinger Marmor"

Hilgendorfs Schnecken

Zwerghirsch: Micromeryx

Gabelhirsch: Euprox? Heteroprox?