Quartär

Die jüngste Epoche der Erdgeschichte, das Quartär, wist durch starke Klimaschwankungen gekennzeichnet ist. Die Jahresdurchschnitts-Temperatur lag während der Kaltzeiten 5° unter der heutigen. In den Warmzeiten herrschte dagegen ein warm-gemäßigtes Klima, die Durchschnittstemperaturen lagen teilweise einige Grad über der heutigen.

Der wiederholte Wechsel von Kalt- und Warmzeiten führte zu einem deutlichen Wandel in der Tier- und Pflanzenwelt.

Die eisfreie und nährstoffreiche Lösssteppe der Kaltzeiten mit ihren zahlreichen Kräutern lieferte reichlich Nahrung für große Rentier- und Pferdeherden. Auch Fellnashörner, Mammute und Moschusochsen lebten hier. In den Warmzeiten gediehen Pflanzen wie Zürgelbaum, Wasserulme und Feuerdorn. Üppige Wälder mit Eichen und Hainbuchen boten Damhirschen und Waldelefanten einen idealen Lebensraum. Sogar Flusspferde und Wasserbüffel lebten entlang der Flussläufe. Raubtiere, wie Wölfe und Höhlenbären, waren klimatisch weniger anspruchsvoll. Sie lebten in Kalt- und Warmzeiten in Süddeutschland.

Von herausragender Bedeutung im Quartär sind die Evolution des Menschen und seine Ausbreitung über die Erde. Auch in Baden-Württemberg konnten vier bedeutende menschliche Fossilien geborgen werden. Am bekanntesten ist, neben dem Heidelberger Urmenschen und dem Neandertaler, sicher der Schädel des Ursteinheimers.

Weiterführende Informationen zur Geologie:
Quartär vor 2,6 Millionen Jahren bis heute

Die ersten Stuttgarter

Klimazeuge: Stuttgarter Travertin am Rande des Neckartals

Der Ursteinheimer

Workshop "Knochen zum Anfassen"

Steinheimer Steppenelefant

Gigant der Kaltzeit - das Mammut

Auf in die Bärenhöhle

Der Höhlenbär

Medienstation "Leben vor 15 000 Jahren"

Im Lager der Rentierjäger

Kochen ohne Kochtopf

Workshop Werkzeuge und Kunst