Unterer Keuper

Das Muschelkalk-Meer verschwand vor 235 Millionen Jahren nicht schlagartig aus dem süddeutschen Raum. Noch im Unteren Keuper stieß das Meer mehrmals vor und zog sich wieder zurück. In Phasen des Rückzuges schufen aus dem Norden und Osten kommende Flüsse riesige Deltagebiete, in denen sich eine üppige Vegetation entwickelte.

Für Panzerlurche, urtümliche Amphibien, die schon in der Buntsandstein-Zeit weit verbreitet waren, waren die Sümpfe ein Paradies. Mastodonsaurus erreichte mit sechs Metern Länge gigantische Ausmaße. Äußerlich glichen die meisten Panzerlurche „Riesen-Molchen“, langgestreckt, mit kurzen Beinen und kräftigem Ruderschwanz, allerdings waren sie stark gepanzert.

Funde von landlebenden Reptilien sind dagegen sehr selten. Grabungen durch das Naturkundemuseum Stuttgart haben in den letzten Jahren aber mehrere bisher unbekannte Arten zutage gefördert. Die meisten Funde stammen von Verwandten der heutigen Krokodile. Einer der größten unter ihnen war Batrachotomus, der "Lurchenschlächter".

Weiterführende Informationen zur Geologie:
Unterer Keuper vor 235 – 233 Millionen Jahren

Mastodonsaurus giganteus

Riesenwuchs

Hören – mit dem ganzen Kopf

Batrachotomus kupferzellensis

Belesodon magnificus

Massetognathus pascuali

Riesenschachtelhalm: Equisetites arenaceus

Ptychoceratodus serratus