Weißer Jura

Wo heute die Schwäbische Alb emporragt, erstreckte sich während der Zeit des Weißen Juras der Meeresboden mit einem beachtlichen Relief aus Schwammriffhügeln. Als sich das Gebiet hob, gerieten manche dieser Riffe in die Nähe des Meeresspiegels. Erst jetzt konnten sich Riffkorallen ansiedeln, die wegen ihrer Symbiose mit Algen von Sonnenlicht abhängig sind. Manche Hügel tauchten sogar als Inseln auf.

Dazwischen bildeten sich tiefe, vom offenen Wasser fast abgeschlossene Lagunen, in denen sich fein geschichtete Kalke, sog. Plattenkalke, ablagerten. Sauerstoffmangel verhinderte dort ein Bodenleben und damit die Zersetzung – der Hauptgrund für die herausragende Fossilerhaltung.

Die Vielfalt der Lebensräume – Schwammriffe, Korallenriffe und Lagunen – führte im Weißen Jura zu einem großen Artenreichtum.

Weiterführende Informationen zur Geologie:
Weißer Jura vor 157 – 142 Millionen Jahren

Schwammriffe

Kieselschwamm Tremadictyon

Korallenriffe

Koralle Enallhelia elegans

Riffe – „Großstädte“ unter Wasser

Lagunensediment - der Nusplinger Plattenkalk

Belemnit Hibolithes semisulcatus

Kalmar Trachyteuthis hastiformis

Kugelzahnfisch Gyrodus circularis

Meerengel Pseudorhina acanthoderma (früher: Squatina acanthoderma)

Meereskrokodile

Flugsaurier Pterodactylus longicollum

Farnsamer Cycadopteris jurensis

Libelle Urogomphus nusplingensis