Wirbellose bis Reptilien

Vielfalt des Lebens: Pflanzen, Pilze, Wirbellose, Fische, Amphibien und Reptilien

Ordnung in die Vielfalt des Lebens zu bringen gehört zu den grundlegenden Aufgaben naturkundlicher Sammlungen. Systematik und Taxonomie nennt man die biologischen Disziplinen, die sich mit der Beschreibung und Abgrenzung von Arten ebenso befassen wie mit der Erforschung ihrer Verwandtschaft und Evolution. Vier Räume im Schloss Rosenstein knüpfen bewusst an das klassische Naturkundemuseum an. Sie bieten mit vielen interessanten Exponaten einen Überblick über die Vielfalt der Lebensformen. Keinen ganz vollständigen allerdings. Viele der grundlegenden Einheiten, der Tierstämme, sind nicht vertreten, meist deshalb, weil sie winzig klein sind oder nur in Flüssigkeit konserviert aufbewahrt werden können. Der Schwerpunkt unserer Ausstellung liegt bei den Wirbeltieren, „nur“ knapp 60.000 der mehreren Millionen Arten, die es vermutlich auf der Erde gibt.

Der erste Raum unter dem Motto „Vielfalt des Lebens“ bietet:

  • einen Überblick über die Pflanzenwelt, von den Algen über die Moose und Farnpflanzen bis zu den Samenpflanzen
  • einen knappen Einblick in die Vielfalt der Pilze, landläufig immer noch als Pflanzen betrachtet, nach heutigen Erkenntnissen ein eigenes Reich und näher mit den Tieren verwandt
  • eine Vorstellung der Flechten, die die Kooperation zur Lebensform erhoben haben: Flechten sind Symbiosen zwischen Algen und Pilzen

Unter den Wirbellosen Tieren stellen wir exemplarisch folgende Gruppen vor:

  • Die von Plankton lebenden Schwämme (Porifera) gehören zu den ursprünglichsten Tieren.
  • Auch Hohltiere (Coelenterata) sind sehr einfach gebaut; zu ihnen zählen Polypen, Medusen und Korallen.
  • Nach den Gliederfüßern mit ihrer überwältigenden Insektenvielfalt bilden die Weichtiere oder Mollusken (Mollusca) – mit großem Abstand – den artenreichsten Tierstamm. Unter ihnen wiederum sind die Schnecken die größte Gruppe, gefolgt von Muscheln und Kopffüßern.
  • Als Stachelhäuter (Echinodermata) werden Seeigel, See- und Schlangensterne, Seegurken und Haarsterne zusammengefasst
  • Alle Ringelwürmer (Anneldia) bestehen, wie ihre bekanntesten Vertreter, die Regenwürmer, aus gleich gebauten Segmenten.
  • Platt- und Schlauchwürmer (Plathelminthes und Nemathelminthes) werden nur kurz vorgestellt, vor allem im Hinblick auf die bekannten Parasiten unter ihnen.
  • Als den wahren Herrschern der Erde – vermutlich Millionen von Arten – räumen wir den Gliederfüßern (Arthropoda) mehr Raum als anderen Wirbellosen ein. Zu ihnen gehören Tausendfüßer, Spinnentiere, die unglaublich vielfältigen Krebstiere und die Insekten.

Die hintere Hälfte des Raumes gehört bereits den Wirbeltieren, und zwar den „Fischen“ – ein Sammelbegriff für wasserlebende, mit Flossen schwimmende und mit Kiemen atmende Wirbeltiere – den Amphibien und den Reptilien.

Brunnenlebermoos

Flechten

Meeresschnecke

Schwimmkrabbe

Seeteufel

Pirana

Erdbeerfröschchen

Komodo-Waran

Schildkrötenpanzer