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Nur ein kleiner Teil der Schätze, die große Naturkundemuseen beherbergen, können in den Ausstellungen bewundert werden. Der weitaus größte Teil lagert, abgeschirmt gegen den zerstörerischen UV-Anteil des Tageslichts, gegen Wärme und Insektenfraß in den umfangreichen Archiven des Museums.
Jedes Stück besitzt oder erhält neben den eigentlichen Funddaten etwas ganz besonders wichtiges: die weltweit nur ihm eigene, mit dem international festgelegten Akronym SMNS (für Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart) versehene Sammlungsnummer.
Von ganz besonderem Wert sind die Typus-Exemplare, die als Gemeingut der Wissenschaft, erreichbar für Wissenschaftler aus aller Welt, im Naturkundemuseum untergebracht sind. Es sind diejenigen Unikate, die als Basis für die Beschreibung neuer Arten, Unterarten, Gattungen oder sogar Familien in die Literatur eingegangen sind. Die zoologischen Sammlungen des Stuttgarter Naturkundemuseums sind die Materialgrundlage aller Untersuchungen zur biologischen Vielfalt. Zwischen den Naturkundemuseen auf der ganzen Welt existiert ein reger Leihverkehr in dem wertvolle Leihgaben zu Spezialisten aus aller Welt reisen. Die derzeitige Geschwindigkeit des weltweiten Artensterbens verdeutlicht den Wert wissenschaftlicher Sammlungen als Archive der biologischen Vielfalt. Aus den Funddaten aller Sammlungsstücke resultieren unsere Kenntnisse über die ehemalige und gegenwärtige geographische Verbreitung verschiedener Arten.
Geschichte
Die Zoologischen Sammlungen sind weltweite Sammlungen mit einem großen Anteil historischen Materials (gesammelt vor 1900). Die wichtigsten historischen Sammlungen stammen von P. Bleeker (Indonesien), C. B. Klunzinger (Deutschland, Rotes Meer) A. Krämer (Pazifik), Prinz Ferdinand von Müller (Australien und Neuseeland), Baron v. Ludwig (Afrika), August Kappler (Südamerika), Theodor von Heuglin (Afrika) und S. Clessin (Mitteleuropa). Im Lauf von über 160 Jahren ist die Zahl der weltweit gesammelten rezenten Vertebraten stark gewachsen. So enthält die Säugetiersammlung mit über 1.500 Arten immerhin ein Drittel sämtlicher rezenter Arten. Sie zählt somit zu den 25 größten mammalogischen Sammlungen der Welt. Die ichthyologische Sammlung beinhaltet etwa 1.000 Typusexemplare von ungefähr 450 nominellen Arten. Von weltweiter Bedeutung sind die über 50.000 Kegel- und 200.000 Schließmundschnecken, Amphibien Westafrikas und Vogeleier aus aller Welt.
Umfang der Sammlungen
Die Sammlungen der Zoologie umfassen 1.352500 Belegstücke, die sich wie folgt verteilen:
- Mollusken: 1.000.000 (verteilt auf 350.000 Serien), diverse marine Invertebraten: 150.000
- Amphibien und Reptilien: 25.000
- Vögel: 70.000, Eier: 50.000, Nester: 300, Federbögen: 8.000
- Säugetiere: 50.000
- Osteologische Objekte: 23.500.
Die zoologischen Sektionen
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