Auf gläsernen Schwingen: Schwebfliegen

U. Schmid

Mit über 400 einheimischen Arten bilden die Schwebfliegen (Syrphidae) eine sehr umfangreiche Zweiflügler-Familie. Der reich illustrierte Überblick stellt die überaus faszinierende Biologie dieser Insekten in den Vordergrund. Viele Schwebfliegen gleichen Wespen, Bienen oder Hummeln und sind durch diese Mimikry hervorragend gegen Feinde geschützt. (Andererseits wurde schon manche harmlose schwarz-gelbe Schwebfliege gerade deshalb von erschreckten Menschen erschlagen.) Noch vielfältiger als die erwachsenen Insekten sind die Larven, die in (fast) allen möglichen Lebensräumen zu finden sind und sich sehr unterschiedlich ernähren: von Pflanzen, Baumsäften, totem Holz, als Parasiten in Hautflüglernestern oder als Bakterien- und Mulmfresser in Kleingewässern. Besonders wichtig für uns Menschen: die Blattlausfresser, die eine große Rolle bei der biologischen Schädlingsbekämpfung spielen.