Eintagsfliegen

A. Staniczek

Weder leben sie nur einen Tag – schon das Larvenstadium dauert viel länger – noch sind sie Fliegen. Was sich hinter dem Begriff "Eintagsfliege" versteckt, zeigt Arnold Staniczek im neuen Heft unserer Reihe "Wissen für alle" mit ausgesucht schönen Bildern.

Hinter den fragilen Insekten, von denen viele tatsächlich nur einen Tag tanzen, versteckt sich eine Vielfalt von Anpassungsformen, die sich überwiegend an den wasserlebenden Larven zeigen. Sie sind vor allem in sauerstoffreichen und wenig verschmutzten Bächen und Flussläufen häufig, wo sie sich mit vielen Strategien gegen Strömung und Fressfeinde behaupten. Eine dieser Strategien gegen die Fressgier ihrer zahlreichen Liebhaber ist das massenhaft synchrone Schlüpfen, bekannt zum Beispiel von der Theißblüte. Nebenbei zeigen Eintagsfliegen zuverlässig die Wasserqualität an. Die Rückkehr einiger verschollener Arten nach Deutschland ist ein ermutigendes Zeichen.