Brauner Jura vor 178 – 157 Millionen Jahren

Der ursprüngliche Urkontinent Pangäa brach zur Braunjura-Zeit weiter auseinander und der Nordatlantik öffnete sich. Die noch bestehenden Hochgebiete im Süden wurden weitgehend überflutet und lösten sich in eine Reihe von Inseln auf. Das flache zentraleuropäische  Schelfmeer wurde immer stärker der Tethys angegliedert. Die Meeresverbindung zum Nordmeer bestand ebenfalls weiter und die Fauna des Braunjura-Meeres weist sowohl boreale als auch tethydische Elemente auf.

Der Sedimentationscharakter änderte sich deutlich gegenüber dem Schwarzen Jura, denn durch Strömungen und bis auf den Meeresgrund reichende Wellen war das Wasser nun gut durchlüftet. Es entstanden feinsandige Tone und Kalksandsteine, die durch die tief reichenden Wellen häufig umgelagert wurden. Durch eisenhaltige Wässer vom Festland bildeten sich braune Eisenerze (Eisenoolithe) und der hohe Eisengehalt insgesamt ist für die Gesteinsfarbe und damit auch für die Namensgebung des Braunen Jura verantwortlich. Trotz seiner Mächtigkeit treten die überwiegend weichen Schichten in der Landschaft kaum hervor. Sie nehmen den unteren, steilen Teil des Albanstieges ein und sind oft bewaldet.

Anders als während des Schwarzen Juras bot das zunächst noch sehr warme, später dann etwas kühlere (13° - 18 °C) Braunjura-Meer vielen bodenlebenden Organismen (Muscheln, Schnecken, Armfüßern und Seeigeln) einen idealen Lebensraum. Auch die ersten Riffkorallen traten vereinzelt auf. Heftige Wellenbewegungen störten diese Lebensgemeinschaften jedoch immer wieder, weshalb die im freien Wasser lebenden Wirbeltiere wie Fische, Fischechsen und Paddelechsen kaum je vollständig erhalten blieben.

Zur Dauerausstellung:
Brauner Jura

Paläogeografische Karte Europas zur Zeit des Braunen Jura (Dogger-Meer).

Landschaftsbild Süddeutschlands: Das Meer zur Braunjura-Zeit.

Aufschluss im Opalinuston (Unt. Brauner Jura) bei Balingen-Zillhausen.