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Treffen am 4. September 2015

von Uli am 07.09.2015 um 07:26:47

Liebe Leserinnen & Leser,

hier war jetzt einige Zeit Funkstille, aber nicht weil wir uns nicht getroffen haben und nicht aktiv waren, sondern weil einige der "alten Hasen" des BioForums "in Rente" gegangen sind. Also, natürlich nicht wirklich in Rente, aber sie sind nicht mehr aktiv dabei: Abitur, Studium, weg von Stuttgart. Das hat auch die Aktivitäten auf unserer Website in Mitleidenschaft gezogen.

Jedenfalls: Zeit für einen Neustart! Das BioForum darf sich gerne wieder verjüngen, wir freuen uns über alle, die mitmachen wollen. Über 12 Jahre alt müsst ihr sein und neugierig solltet ihr sein auf alles, was im Rosensteinpark wächst, krabbelt und fliegt. ein bisschen hartnäckige Geduld schadet nicht, denn nicht immer ist es einfach, die Namen der Tiere und Pflanzen dort rauszuknobeln. 

Beim letzten Treffen am 4. September haben wir uns die Frage gestellt, was man als Biene (oder andere nektarsuchendes) Insekt eigentlich noch finden kann, wenn man Hunger hat. Konkret: Blüht überhaupt noch was auf den Wiesen? Wir haben eine Sammelexkursion gemacht und folgende Arten gefunden:

  • Achillea millefolium – Schafgarbe (größere Bestände)
  • Centaurea jacea – Wiesen-Flockenblume (einzelne)
  • Cirsium arvense – Acker-Kratzdistel (einzelne am Pumpsee)
  • Colchicum autumnale – Herbstzeitlose (einzelne)
  • Daucus carota – Wilde Möhre (einzelne)
  • Epilobium hirsutum – Zottiges Weidenröschen (einzelne am Pumpsee)
  • Erigeron annuus – Feinstrahl, Einjähriges Berufskraut (einzelne)
  • Galium mollugo – Wiesen-Labkraut (größere Bestände)
  • Geranium pratense – Wiesen-Storchschnabel (einzelne)
  • Knautia arvensis – Acker-Witwenblume (einzelne)
  • Lamium album – Weiße Taubnessel (einzelne)
  • Lotus corniculatus – Gewöhnlicher Hornklee (einzelne)
  • Lycopus europaeus – Gewöhnlicher Wolfstrapp (einzelne am Pumpsee)
  • Oxalis corniculata – Gehörnter Sauerklee (einzelne)
  • Phragmites australis – Schilfrohr (am Pumpsee)
  • Plantago lanceolata – Spitzwegerich (größere Bestände)
  • Plantago media – Mittlerer Wegerich (größere Bestände)
  • Prunella vulgaris – Kleine Braunelle (einzelne)
  • Ranunculus acris – Scharfer Hahnenfuß (einzelne)
  • Solanum nigrum – Schwarzer Nachtschatten (einzelne)
  • Trifolium pratense – Wiesenklee (einzelne)
  • Urtica dioica – Brennnessel (größere Bestände)
  • Vicia sepium – Zaunwicke (einzelne)
Außerdem noch zwei Arten von gelben Korbblütlern (Cichoriaceae), die wir aber nicht mehr bestimmt haben - die sind ein bisschen schwierig und uns ist die Zeit ausgegangen.

Fazit: Wir haben doch mehr blühende Pflanzenarten gefunden, als wir anfangs vermutet haben. Allerdings blüht nicht mehr viel, von den meisten Arten haben wir nur noch einige wenige Blüten gefunden. Das liegt natürlich sicher an der fortgeschrittenen Jahreszeit: Im Herbst ist die Blütezeit der meisten Arten vorbei, Samen werden gebildet. Der andere Grund ist aber, dass die Wiesen des Rosensteinparks doch ziemlich intensiv genutzt und häufig gemäht werden. Für Insekten ist das sicher nicht optimal.

Treffen am 10. April 2014: Höhlenbrüter

von Saskia am 19.04.2015 um 14:19:22

Trotz besten Wetters blieben wir heute erst einmal im Museum. Das ganze Treffen stand unter dem Namen: Papageien in Stuttgart. Um mehr über die Amazonen zu erfahren, trafen wir uns mit Johanne Martens. Sie erforscht zur Zeit die Amazonen im Rosensteinpark.

Durch sie erfuhren wir mehr über die Höhlenbrüter der Parks und konnten uns nun selbst auf die Suche machen. Ausgerüstet mit Fernglas und Klemmbrett begaben wir und zu den Platanen vorm Schloss. Nachdem sich jeder einen Baum gesucht hatte, suchten wir jeder für sich den Baum nach Höhlen ab. Wenn wir Glück hatten zeigte sich auch der Eigentümer. Schnell merkten wir aber, dass es überhaupt nicht leicht ist vom Boden aus zu entscheiden, ob es sich um einen Stumpf oder etwa doch um eine Höhle handelt.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat es viel Spaß gemacht. Auf der darauf folgenden Tour durch den Park beobachteten wir noch einige weitere Vogelarten. 

Treffen am 7. März 2014: Vogelbestimmung

von Saskia am 17.03.2014 um 15:09:23

Heute machten wir uns bei wunderschönen Wetter auf in den Park um den Stimmen der Vögel zu lauschen. Stets begleitet vom Gesang der Kohlmeise, versuchten wir auch noch andere Stimmen wahrzunehmen. So gelang es uns einige Arten zu erspähen: 

  • Amsel
  • Buchfink
  • Kleiber
  • Haussperling
  • Mäusebussard
  • Star
  • Gartenbaumläufer
  • Wacholderdrossel
  • Dohle
  • Ringeltaube
  • Hohltaube
  • Teichhuhn
  • Blässhuhn
  • Zwergtaucher  und noch viele mehr

Insgesamt war dieser Tag sehr erfolgreich und er bot uns viele neue Erkenntnisse.

Treffen am 7. Februar 2014: Gewöllanalyse

von Saskia am 17.03.2014 um 14:59:58

Da das Wetter nicht unseren Vorstellungen entsprach machten wir uns heute einen gemütlichen Tag unterm Dach. Uli hatte schon alles vorbereitet und wir mussten nur noch die Binos aufbauen.

Heute ging es um Gewölle. Gewölle sind das, was die Eule nicht verdauen kann. Diese kommen dann wieder unverdaut zum Vorschein. In Gewöllen kann man einiges finden. So kann man im Nachhinein feststellen, was die Eule gefressen hatte.  

Es war gar nicht einfach die Gewölle auseinander zu nehmen, da diese sehr kompakt sind. Den ersten Ekel überwunden machten sich alle ans Werk. Doch die "Freude" hielt nicht lange an, denn schon kamen die ersten Maden zum Vorschein. Wer sich dennoch nicht abschrecken hat lassen konnte am Ende Mäuseschädel unter dem Bino begutachten. 

Die Schädel waren jedoch nicht einfach einer Mäuserasse zuzuordnen. Denn dazu hätte man wissen müssen welcher Knochen zu welcher Maus gehört. 

Am Schluss waren alle erleichtert als die Arbeit beendet wurde und die Knochen verschwanden.

Treffen am 25. Oktober 2013: Baumpilze

von Uli am 25.10.2013 um 15:04:05

Beim heutigen Treffen haben wir uns entschlossen, die im September begonnene Pilzsuche fortzusetzen. Dieses Mal haben wir speziell nach Baumpilzen gesucht und haben dazu zahlreiche der alten Baumbestände kontrolliert. Alle gefundenen Pilze haben wir fotografiert und notiert, an welchen Baumarten sie gewachsen sind. Aufgenommen haben wir auch alle Pilze, die in unmittelbarer Nähe der Stammbasis wuchsen. Natürlich haben wir auch Totholz abgesucht. Dabei war insbesondere der große Buchenstamm ergiebig, der schon seit einigen Jahren in der Nähe des Pumpsees liegt. Zwar ist die Rinde erst zu seinem kleinen Teil abgeplatzt, sein Holz befindet sich aber teils schon stark in Zersetzung. Dazu tragen sicher auch die fast zentimeterdicken Bohrgänge (von Käferlarven?) bei, die das Holz durchziehen. (Außerdem - auch wenn das hier nichts zur Sache tut - lag ein ziemlich gammeliger Feldhasenkopf auf dem Stamm; ziemliches Rätselraten, wie der da hin kam).

Die Exkursion hat unsere Zeit ziemlich beansprucht, zum Bestimmen sind wir nicht mehr gekommen.

Auffällig war für uns, dass die meisten Pilze, die wir gefunden haben, an Eichen (Quercus cerris) und Buchen (Fagus sylvatica) vorkamen. Eine Art auch an Esche (Fraxinus excelsior). Die anderen Baumarten waren ziemlich pilzfrei. Benni warnte aber vor zu schnellen Schlüssen: Vielleicht haben auch die anderen Baumarten Pilze, die aber zu anderer Jahreszeit fruchten? Das müssen wir im Auge behalten!

Wir hatten zum Schluss auch noch das Vergnügen, auf der Treppe in der Sonne sitzend die Muffins zu verspeisen, die Stefan für uns gebacken hat  - danke, Stefan! Nach vielen Jahren BioForum kann er jetzt nicht mehr teilnehmen, weil er mit dem Studium begonnen hat.

Treffen am 13. September 2013: Pilze

von Uli am 24.09.2013 um 08:00:14

Das erste Treffen nach den Sommerferien nutzten wir, um uns einer bisher ganz vernachlässigten Gruppe zu widmen: den Pilzen.

Nach einer kleinen theoretischen Einführung im Schulraum - was ist eigentlich ein Pilz? - versuchten wir unser Glück im Gelände. Sehr viele Arten fanden wir nicht und die Arten, aber wir bekamen einen ersten Eindruck von Standorten und Formenvielfalt. Bei der anschließende Untersuchung der gesammelten Stücke im Schulungsraum ging es hauptsächlich um grundsätzliche Merkmale der Pilze, insbesondere im die vielen Möglichkeiten, durch Oberflächenvergrößerung die Menge der produzierten Sporen zu vervielfachen.

Zwei leichter bestimmbare, auffällige Arten (> Bilder) sind der Glänzende Lackporling (Ganoderma lucidum) und der Tropfende Schillerporling (Inonotus dryadeus).

Ganoderma lucidumInonotus dryadeus

Treffen am 2. August 2013: Plankton

von Uli am 24.09.2013 um 07:29:19

Bei wolkenlosem Himmel und ziemlicher Hitze schien uns heute die Beschäftigung mit kühlem Wasser sinnvoll. Mit Planktonnetzen holten wir uns Proben aus dem Rondell vor dem Schloss und dem kleinen Bassin im Rosengarten und werteten sie im Schulraum aus.

Rondell (Freies Wasser // Boden)

  • Wasserfloh: sehr viele, meist sehr kleine, kaum erwachsene Individuen // in Bodennähe weniger, aber größere
  • Hüpferlinge: keine // in einigen Proben mehrere
  • Muschelkrebs: einzelne // in Bodennähe mehr größere Individuen
  • Eintagsfliegenlarven: wenige kleine Larven // zahlreich, größere Individuen
  • Köcherfliegenlarven: mehrere, in weichen Algenköchern // am Boden etwas zahlreicher
  • Zuckmückenlarven: wenige (rote und weiße) // am Boden etwas zahlreicher
  • Ruderwanze: sehr viele, meist Larven // am Boden weniger
  • Wasserläufer: wenige, Larven und adulte // 0
  • Käferlarve (räuberisch): wenige

Bassin (Freies Wasser // Rand und Boden)

  • Wasserfloh: viele, meist sehr kleine, kaum erwachsene Individuen // in Bodennähe viele große, teils mit Dauereiern
  • Hüpferlinge: keine // wenige
  • Muschelkrebs: viele // in Bodennähe sehr viele
  • Eintagsfliegenlarven: 1 Larve // wenige 
  • Köcherfliegenlarven: wenige // mehrere
  • Zuckmückenlarven (rot): 1 // häufig
  • Zuckmückenlarven (weiß): 0 // mehrere 
  • Ruderwanze: wenige // wenige
  • Wasserschnecke (Radix ovata?): 0 // 1

Hauptunterschiede zwischen diesen beiden Wasserbecken:

  • Höhere Dichte im Bassin im Rosengarten 
  • Viel mehr Muschelkrebse im Bassin im Rosengarten
  • Mehr Zuckmückenlarven im Bassin
  • Weniger Eintagsfliegenlarven und viel weniger Ruderwanzen im Bassin

Treffen am 5. Juli 2013: Gräser

von Uli am 02.08.2013 um 07:46:00

Mit der Botanikerin Anette Rosenbauer - sie arbeitet in der Abteilung Botanik des Naturkundemuseums - haben wir uns die Gräser vorgeknöpft. Das hatten wir schon einmal vor zwei Jahren gemacht; damals war es einfacher, weil die Gräser alle in Blüte standen. Dieses Mal war es schon etwas kniffliger und ohne die Hilfe von Anette Rosenbauer wären wir vermutlich nicht überall zum Ziel gekommen.

Wir konnten folgende Grasarten identifizieren:

  • Arrhenatherum elatius (Glatthafer)
  • Bromus inermis (Unbegrannte Trespe)
  • Bromus sterilis (Taube Trespe)
  • Cynosurus cristatus (Kammgras)
  • Dactylis glomerata (Gewöhnliches Knäuelgras)
  • Dactylis polygama (Wald-Knäuelgras)
  • Elymus repens (Kriechende Quecke)
  • Holcus mollis (Weiches Honiggras)
  • Hordeum murinum (Mäusegerste)
  • Lolium perenne (Weidelgras)
  • Poa pratense (Wiesen-Rispengras)
  • Phleum pratense (Wiesen-Lieschgras)

Treffen am 11. Januar: Knospen von Bäumen

von Uli am 17.01.2013 um 14:49:50

Bei diesem Treffen haben wir uns zunächst nochmal die wichtigsten Merkmale bei der Bestimmung von Knospen ins Gedächtnis gerufen (und uns tatsächlich noch an die meisten erinnert): Form, Farbe, Stellung am Zweig, Knospenschuppen (Zahl, Stellung, Form, Farbe, Behaarung)...

Anschließend haben wir bei einer Runde im Park überprüft, welche Bäume wir noch an den Knospen erkennen - das ging noch ganz gut.

Den Hauptteil bildete heute eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Innenleben einer Kastanienknospe. Wir haben Außenansichten, Längs- und Querschnitte gezeichnet und versucht, das Beobachtete auch zu deuten - gar nicht so einfach angesichts des kompakt gefalteten Innenlebens einer solchen Knospe.

Treffen am 7. Dezember 2012: Vogelbestimmung

von Uli am 17.01.2013 um 14:44:58

Das Dezember-BioForum fand nicht im Park, sondern im Museum ab. Da inzwischen viele Nachwuchsforscher zum BioForum gestoßen sind, haben wir uns entschlossen, nochmal einen Theoriekurs zur Vogelkunde einzulegen. Auch die "Allerweltsvögel" des Rosensteinparks sind nicht immer leicht zu bestimmen. Mit Präparaten aus der Museumssammlung haben wir versucht, uns die wichtigsten Merkmale vieler Arten einzuprägen.

Eine wichtige Rolle bei der Bestimmung spielen die Stimmen. Wir sind in der Artenkenntnis inzwischen schon ein ganzes Stück weiter gekommen. Trotzdem  heißt es hier: Immer wieder üben, um sich die Stimmen auch sicher einzuprägen.

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