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Treffen am 10. April 2014: Höhlenbrüter

von Saskia am 19.04.2015 um 14:19:22

Trotz besten Wetters blieben wir heute erst einmal im Museum. Das ganze Treffen stand unter dem Namen: Papageien in Stuttgart. Um mehr über die Amazonen zu erfahren, trafen wir uns mit Johanne Martens. Sie erforscht zur Zeit die Amazonen im Rosensteinpark.

Durch sie erfuhren wir mehr über die Höhlenbrüter der Parks und konnten uns nun selbst auf die Suche machen. Ausgerüstet mit Fernglas und Klemmbrett begaben wir und zu den Platanen vorm Schloss. Nachdem sich jeder einen Baum gesucht hatte, suchten wir jeder für sich den Baum nach Höhlen ab. Wenn wir Glück hatten zeigte sich auch der Eigentümer. Schnell merkten wir aber, dass es überhaupt nicht leicht ist vom Boden aus zu entscheiden, ob es sich um einen Stumpf oder etwa doch um eine Höhle handelt.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat es viel Spaß gemacht. Auf der darauf folgenden Tour durch den Park beobachteten wir noch einige weitere Vogelarten. 

Treffen am 25. Oktober 2013: Baumpilze

von Uli am 25.10.2013 um 15:04:05

Beim heutigen Treffen haben wir uns entschlossen, die im September begonnene Pilzsuche fortzusetzen. Dieses Mal haben wir speziell nach Baumpilzen gesucht und haben dazu zahlreiche der alten Baumbestände kontrolliert. Alle gefundenen Pilze haben wir fotografiert und notiert, an welchen Baumarten sie gewachsen sind. Aufgenommen haben wir auch alle Pilze, die in unmittelbarer Nähe der Stammbasis wuchsen. Natürlich haben wir auch Totholz abgesucht. Dabei war insbesondere der große Buchenstamm ergiebig, der schon seit einigen Jahren in der Nähe des Pumpsees liegt. Zwar ist die Rinde erst zu seinem kleinen Teil abgeplatzt, sein Holz befindet sich aber teils schon stark in Zersetzung. Dazu tragen sicher auch die fast zentimeterdicken Bohrgänge (von Käferlarven?) bei, die das Holz durchziehen. (Außerdem - auch wenn das hier nichts zur Sache tut - lag ein ziemlich gammeliger Feldhasenkopf auf dem Stamm; ziemliches Rätselraten, wie der da hin kam).

Die Exkursion hat unsere Zeit ziemlich beansprucht, zum Bestimmen sind wir nicht mehr gekommen.

Auffällig war für uns, dass die meisten Pilze, die wir gefunden haben, an Eichen (Quercus cerris) und Buchen (Fagus sylvatica) vorkamen. Eine Art auch an Esche (Fraxinus excelsior). Die anderen Baumarten waren ziemlich pilzfrei. Benni warnte aber vor zu schnellen Schlüssen: Vielleicht haben auch die anderen Baumarten Pilze, die aber zu anderer Jahreszeit fruchten? Das müssen wir im Auge behalten!

Wir hatten zum Schluss auch noch das Vergnügen, auf der Treppe in der Sonne sitzend die Muffins zu verspeisen, die Stefan für uns gebacken hat  - danke, Stefan! Nach vielen Jahren BioForum kann er jetzt nicht mehr teilnehmen, weil er mit dem Studium begonnen hat.

Treffen am 2. August 2013: Plankton

von Uli am 24.09.2013 um 07:29:19

Bei wolkenlosem Himmel und ziemlicher Hitze schien uns heute die Beschäftigung mit kühlem Wasser sinnvoll. Mit Planktonnetzen holten wir uns Proben aus dem Rondell vor dem Schloss und dem kleinen Bassin im Rosengarten und werteten sie im Schulraum aus.

Rondell (Freies Wasser // Boden)

  • Wasserfloh: sehr viele, meist sehr kleine, kaum erwachsene Individuen // in Bodennähe weniger, aber größere
  • Hüpferlinge: keine // in einigen Proben mehrere
  • Muschelkrebs: einzelne // in Bodennähe mehr größere Individuen
  • Eintagsfliegenlarven: wenige kleine Larven // zahlreich, größere Individuen
  • Köcherfliegenlarven: mehrere, in weichen Algenköchern // am Boden etwas zahlreicher
  • Zuckmückenlarven: wenige (rote und weiße) // am Boden etwas zahlreicher
  • Ruderwanze: sehr viele, meist Larven // am Boden weniger
  • Wasserläufer: wenige, Larven und adulte // 0
  • Käferlarve (räuberisch): wenige

Bassin (Freies Wasser // Rand und Boden)

  • Wasserfloh: viele, meist sehr kleine, kaum erwachsene Individuen // in Bodennähe viele große, teils mit Dauereiern
  • Hüpferlinge: keine // wenige
  • Muschelkrebs: viele // in Bodennähe sehr viele
  • Eintagsfliegenlarven: 1 Larve // wenige 
  • Köcherfliegenlarven: wenige // mehrere
  • Zuckmückenlarven (rot): 1 // häufig
  • Zuckmückenlarven (weiß): 0 // mehrere 
  • Ruderwanze: wenige // wenige
  • Wasserschnecke (Radix ovata?): 0 // 1

Hauptunterschiede zwischen diesen beiden Wasserbecken:

  • Höhere Dichte im Bassin im Rosengarten 
  • Viel mehr Muschelkrebse im Bassin im Rosengarten
  • Mehr Zuckmückenlarven im Bassin
  • Weniger Eintagsfliegenlarven und viel weniger Ruderwanzen im Bassin

Treffen am 5. Juli 2013: Gräser

von Uli am 02.08.2013 um 07:46:00

Mit der Botanikerin Anette Rosenbauer - sie arbeitet in der Abteilung Botanik des Naturkundemuseums - haben wir uns die Gräser vorgeknöpft. Das hatten wir schon einmal vor zwei Jahren gemacht; damals war es einfacher, weil die Gräser alle in Blüte standen. Dieses Mal war es schon etwas kniffliger und ohne die Hilfe von Anette Rosenbauer wären wir vermutlich nicht überall zum Ziel gekommen.

Wir konnten folgende Grasarten identifizieren:

  • Arrhenatherum elatius (Glatthafer)
  • Bromus inermis (Unbegrannte Trespe)
  • Bromus sterilis (Taube Trespe)
  • Cynosurus cristatus (Kammgras)
  • Dactylis glomerata (Gewöhnliches Knäuelgras)
  • Dactylis polygama (Wald-Knäuelgras)
  • Elymus repens (Kriechende Quecke)
  • Holcus mollis (Weiches Honiggras)
  • Hordeum murinum (Mäusegerste)
  • Lolium perenne (Weidelgras)
  • Poa pratense (Wiesen-Rispengras)
  • Phleum pratense (Wiesen-Lieschgras)

Treffen am 11. Januar: Knospen von Bäumen

von Uli am 17.01.2013 um 14:49:50

Bei diesem Treffen haben wir uns zunächst nochmal die wichtigsten Merkmale bei der Bestimmung von Knospen ins Gedächtnis gerufen (und uns tatsächlich noch an die meisten erinnert): Form, Farbe, Stellung am Zweig, Knospenschuppen (Zahl, Stellung, Form, Farbe, Behaarung)...

Anschließend haben wir bei einer Runde im Park überprüft, welche Bäume wir noch an den Knospen erkennen - das ging noch ganz gut.

Den Hauptteil bildete heute eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Innenleben einer Kastanienknospe. Wir haben Außenansichten, Längs- und Querschnitte gezeichnet und versucht, das Beobachtete auch zu deuten - gar nicht so einfach angesichts des kompakt gefalteten Innenlebens einer solchen Knospe.

Treffen am 7. Dezember 2012: Vogelbestimmung

von Uli am 17.01.2013 um 14:44:58

Das Dezember-BioForum fand nicht im Park, sondern im Museum ab. Da inzwischen viele Nachwuchsforscher zum BioForum gestoßen sind, haben wir uns entschlossen, nochmal einen Theoriekurs zur Vogelkunde einzulegen. Auch die "Allerweltsvögel" des Rosensteinparks sind nicht immer leicht zu bestimmen. Mit Präparaten aus der Museumssammlung haben wir versucht, uns die wichtigsten Merkmale vieler Arten einzuprägen.

Eine wichtige Rolle bei der Bestimmung spielen die Stimmen. Wir sind in der Artenkenntnis inzwischen schon ein ganzes Stück weiter gekommen. Trotzdem  heißt es hier: Immer wieder üben, um sich die Stimmen auch sicher einzuprägen.

Treffen am 5. Oktober 2012: Gehölze (Gebüsche)

von Uli am 07.11.2012 um 09:58:36

Bei unseren Bestimmungsarbeiten haben wir uns bisher entweder auf die krautigen Pflanzen oder auf die Bäume konzentriert - die Sträucher haben wir vernachlässigt.

Sträucher gehören allerdings auch nicht zu den typischen Elementen des Rosensteinparks. Er ist ja weitgehend durch Wiesen und Baumgruppen gekennzeichnet. Gegen das Umland ist er allerdings durch einen dichteren Baumgürtel mit Gebüschen abgegrenzt. Das war, wie aus frühen Plänen zum Park hervorgeht, "schon immer" so und schützt den Park bis heute wenigstens ein wenig vor Lärm und dem Blick auf Straßen und Häuser.

Wir haben kleine Zweige, Blätter und (wenn vorhanden) auch Früchte gesammelt und im anschließend im Schulraum die Arten bestimmt.   

Jan stellt bei Gelegenheit die Bilder auf die Website. Die Artensteckbriefe teilen wir uns auf, ich schreib dahinter, wer was macht.

  • Holunder (Sambucus nigra) [Uli]
  • Kornelkirsche (Cornus mas)  [Uli]
  • Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)  [Franzi] 
  • Liguster (Ligustrum vulgare)  [Stefan] 
  • Weißdorn (Crataegus)  [Stefan] 
  • Schlehe (Prunus spinosa)  [Saskia] 
  • Schneebeere (Symphoricarpos)  [Franzi]
  • Eibe (Taxus baccata)  [Franzi]
  • Birne (Pyrus malus) (nur eine einzelner junger Baum)  [Franzi]
  • Kirschlorbeer (Prunus laurocerausus)  [Stefan] 
  • Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)  [Franzi]

Außerdem konnten wir am Hang in der Nähe des alten Tunneleingangs sich sonnende junge Eidechsen beobachten und Fotografieren, vermutlich Mauereidechsen. Saskia will den Steckbrief machen, sobald Jan das Bild auf die Website gestellt hat.

Treffen am 7. September 2012: Pflanzenbestimmung

von Uli am 07.11.2012 um 09:58:00
Heute wieder ein klassischer Arbeitstag: Sammeln von Pflanzen, die uns in unserer Artenliste noch fehlen, bestimmen im Schulungsraum, fotografische Dokumentation.

Treffen am 3. August 2012: Wassertiere im Pumpsee

von Uli am 08.08.2012 um 06:34:09

Nachdem wir beim letzten Mal die Kleinlebewesen im Bassin vor dem Schloss untersucht hatten, wollten wir einen Vergleich mit einem "naturnäheren" Teich anstellen. Der Pumpsee ist zwar ebenfalls ein künstliches Gewässer, besteht aber ganzjährig und hat Bodengrund und Vegetation.

 Zuckmückenlarve und WasserfloheierWasserlandschaft


Kurz zusammengefasst: Die Unterschiede zum Bassin waren gering. Wir fanden mehr oder weniger dieselben Arten in derselben Häufigkeitsabstufung. Sehr viele Wasserflöhe, dann noch Hüpferlinge, Muschelkrebse, Ruderwanzen, Eintagsfliegenlarven, Zuckmückenlarven. Insgesamt also eher enttäuschend - wir hatten eine größere Vielfalt erwartet. Allerdings sieht der See zwar idyllisch aus, die Wasserqualität ist aber schlecht. Sobald man mit dem Kescher etwas Bodengrund heraufholt, stinkt es nach faulen Eiern - ein sicheres Indiz dafür, dass da unten etwas faul ist. Der Gestank kommt vom giftigen Schwefelwasserstoff, der den Bodengrund zu einem unwirtlichen Ort macht.

Wir konnten über dem See mindestens drei Libellenarten beobachten: Große Königslibelle (Anax imperator), Plattbauch (Libellula depressa) und Heidelibelle (Sympetrum). Ob Libellen sich hier auch entwickeln können, wissen wir nicht. Vielleicht ist der Seeboden für die Larven nicht besonders günstig.

Das Bassin vor dem Schloss Rosenstein ist ein extremer Lebensraum. Es besteht aus Stein/Beton, ist nur über das Sommerhalbjahr befüllt und enthält keinerlei Pflanzen.  Eine Ringleitung bringt etwas Bewegung ins Wasser, tagsüber läuft ein Springbrunnen und sorgt für ein bisschen zusätzlichen Sauerstoff. 

Wir haben mit kleinen Käschern biologische Stichproben genommen und dabei sowohl das freie Wasser als auch den Boden/Rand besammelt. Die Proben haben wir anschließend im Schulungsraum unter dem Binokular ausgewertet und die meisten Tiere auch fotografisch dokumentiert (und zwar mit Handykameras direkt durch das Okular der Binos). Bestimmt haben wir diesesmal nach der "Bilderbuchmethode" mit verschiedenen Bestimmungsbüchern zu Wassertieren. Einzelne Belege wurden in Alkohol konserviert.

Wie zu erwarten war, konnten wir nur wenige Arten nachweisen, aber die teilweise in großer Menge. Spitzenreiter waren Wasserflöhe (Daphnia) in enormer Zahl, in weitem Abstand gefolgt von Ruderwanzen (Corixa) und Larven von Eintagsfliegen (Cloeon). Daneben konnten wir Hüpferlinge (Cyclops) nachweisen. Vom Furchen-Zwergschwimmer (Hydroglyphus pusillus), einem kleinen Schwimmkäfer, fanden wir nur ein Exemplar. Auch die Häutung einer Libellenlarve hatten wir im Netz. Auf der Wasseroberfläche waren zahlreiche Wasserläufer (Gerris, vermutlich G. lacustris) unterwegs.

Zum Vergleich nahmen wir auch Wasserproben aus dem kleinen Becken im Rosengarten. Dort fanden wir ebenfalls Wasserflöhe in großer Zahl sowie Hüpferlinge. Auffällig war hier aber vor allem die große Zahl an Muschelkrebsen (Ostracoda) im bodennahen Bereich. Dort waren auch rote und weiße Mückenlarven nicht selten (Zuckmückenlarven; Chironomidae).

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