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Treffen am 9. April 2010: Brutvogelkartierung

von Uli am 11.04.2010 um 15:28:39

Etwa 5 Stunden, von 9 bis kurz vor 14 Uhr, haben wir gebraucht, um uns einen groben Überblick über die Brutvögel des Rosensteinparks zu verschaffen. Ausgestattet mit Karten haben eine Begehung des gesamten Gebietes durchgeführt. Dabei haben wir alle Vögel punktgenau auf den Karten eingezeichnet, bei denen ihr Verhalten ziemlich sicher darauf hinwies, dass sie hier ein Brutrevier haben.

Dazu zählten

  1. Gesang
  2. Nestfund
  3. Anflug an einen Nistkasten oder eine natürlich Bruthöhle
  4. die gleichzeitige Beobachtung von zwei Vögeln der gleichen Art in einem engen Gebiet, möglichst auch mit entsprechendem Verhalten wie Kopulation
  5. Verteidigung eines Gebietes gegen Artgenossen.

Die reine Beobachtung eines Vogels in einem Gebiet genügte uns also nicht, um ein Brutrevier auf unseren Karten einzuzeichnen.

Fehlerquellen

  1. Vögel mit einem Gesangsmaximum früh am Morgen haben wir schlecht erfasst, weil wir erst um 9 Uhr mit unserer Arbeit begonnen haben. Wir haben deshalb zum Beispiel nur wenige Amseln erfasst.
  2. Weil wir erst am späten Vormittag den Nordwesten des Parks erreicht haben, war dort deutlich weniger Vogelaktivität zu registrieren.
  3. Das Wetter war nicht optimal, vollständig bedeckt, trüb und ziemlich kalt. Das förderte die Gesangsaktivität als unsere wichtigste Methode zur Reviererfassung nicht gerade.
  4. ... und natürlich sind auch noch nicht alle Zugvögel im Brutgebiet!

Insgesamt wissen wir natürlich, dass wir wenigstens vier oder fünf solche Begehungen brauchen, um halbwegs verlässliche Daten zu bekommen.

Arten

Folgende Brutvogel-Arten haben wir kartiert (Ordnung alphabetisch; Zahl der kartierten Brutreviere angegeben):

  • Amsel: 2 (1x singend, 1x ein Paar zusammen. Problem: Kartierung außerhalb der Gesangsaktivitäten)
  • Blässhuhn: 1 (am Pumpsee 7 Ex. anwesend, die meisten grasend. 1 brütendes Blässhuhn)
  • Blaumeise: 13
  • Buchfink: 18
  • Buntspecht: 3
  • Dohle: 2 Paare auf benachbarten Platanen, eines davon an einer Baumhöhle, das andere an einem Nistkasten
  • Gartenbaumläufer: 8 (eine Baumritze entdeckt, in die ein Vogel mehrmals Nistmaterial eingetragen hat)
  • Gelbstirnamazone: 2 (ein Paar kopulierend, ein weiteres vor Bruthöhle)
  • Grünfink: 1
  • Grünspecht: 2
  • Haussperling: 7 (sicher größere Dunkelziffer, das die Sperlinge eigentlich immer in kleineren "Kolonien" brüten; bemerkenswert die Gruppe, die nicht an Gebäuden, sondern in Nistkästen im Park brütet)
  • Höckerschwan: 1 (am Pumpsee bereits ein Nest, aber noch keine Eier)
  • Hohltaube: 9
  • Kleiber: 4
  • Kohlmeise: 20
  • Mönchsgrasmücke: 1
  • Rabenkrähe: 7 (wir haben insgesamt 21 Nester gezählt, in 7 davon saßen brütende Krähen)
  • Ringeltaube: 6
  • Rotkehlchen: 1
  • Star: 17 (das sind sicher insgesamt viel mehr, weil die Stare vor allem in den Platanen in ganzen Kolonien brüten. Sehr viele Stare sind auch in kleinen Trupps nahrungssuchend unterwegs - vermutlich aber nicht alles Brutvögel?)
  • Stieglitz: 1
  • Stockente: ? (am Pumpsee zählten wir 8 Erpel - vermutlich hocken die Weibchen irgendwo  auf den Eiern)
  • Teichhuhn: ? (nur ein einziges Tier am Pumpsee gesehen - auch hier nehmen wir an, dass der Partner brütet)
  • Wacholderdrossel: 3 (vermutlich mehr, weil auch diese Art in lockeren Kolonie brütet; ein Nestfund)
  • Zilpzalp: 3
  • Zwergtaucher: 1 (Pumpsee)

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