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Treffen am 3. August 2012: Wassertiere im Pumpsee

von Uli am 08.08.2012 um 06:34:09

Nachdem wir beim letzten Mal die Kleinlebewesen im Bassin vor dem Schloss untersucht hatten, wollten wir einen Vergleich mit einem "naturnäheren" Teich anstellen. Der Pumpsee ist zwar ebenfalls ein künstliches Gewässer, besteht aber ganzjährig und hat Bodengrund und Vegetation.

 Zuckmückenlarve und WasserfloheierWasserlandschaft


Kurz zusammengefasst: Die Unterschiede zum Bassin waren gering. Wir fanden mehr oder weniger dieselben Arten in derselben Häufigkeitsabstufung. Sehr viele Wasserflöhe, dann noch Hüpferlinge, Muschelkrebse, Ruderwanzen, Eintagsfliegenlarven, Zuckmückenlarven. Insgesamt also eher enttäuschend - wir hatten eine größere Vielfalt erwartet. Allerdings sieht der See zwar idyllisch aus, die Wasserqualität ist aber schlecht. Sobald man mit dem Kescher etwas Bodengrund heraufholt, stinkt es nach faulen Eiern - ein sicheres Indiz dafür, dass da unten etwas faul ist. Der Gestank kommt vom giftigen Schwefelwasserstoff, der den Bodengrund zu einem unwirtlichen Ort macht.

Wir konnten über dem See mindestens drei Libellenarten beobachten: Große Königslibelle (Anax imperator), Plattbauch (Libellula depressa) und Heidelibelle (Sympetrum). Ob Libellen sich hier auch entwickeln können, wissen wir nicht. Vielleicht ist der Seeboden für die Larven nicht besonders günstig.

Treffen am 12. November 2010: Bestimmungsarbeiten

von Uli am 29.11.2010 um 07:47:20

Von Arbeiten im Freiland haben wir heute Abstand genommen. Erstens war das das Wetter ziemlich schlecht, zweitens (und das war das wichtigere Argument) war ein großer Teil des Parks abgesperrt, weil Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg gesucht (und auch gefunden) wurden. Die meisten haben sich deshalb noch einmal unsere Insektenkästen vorgenommen und Bestimmungsarbeit gemacht. Das ist immer noch ziemlich schwierig und sehr zeitraubend, aber so ganz allmählich kriegt man ein Gefühl dafür, wie die Bestimmungstabellen funktionieren und ob man mit der Beurteilung der Merkmale richtig liegt. Ein Problem liegt auch noch in der unglaublichen Menge von Spezialausdrücken und -merkmalen bei den einzelnen Insektengruppen. Jan hat sich in dieser Zeit darum gekümmert, dass die Wasserinsektenbilder, die wir schon am 11. Juni gemacht haben, in das Artenlexikon kommen. Zum Teil sind die Bilder mit dem Handy durch das Binokular fotografiert, das Ergebnis ist verblüffend gut geworden.

Treffen am 11. Juni 2010: Wassertiere

von StefanMü am 12.06.2010 um 18:14:08

Beim heutigen Bioforum standen die Wassertiere auf dem Programm. Mit Keschern und einer Schale brachen wir zum Wasserbecken im Rosengarten auf. Wir haben versucht jeden Wasserbereich abzukeschern. Schon bald hatten wir massig an Wasserflöhen in der Schale, aber auch einige andere Tiere waren noch mit dabei wie z.B. Rote Zuckmücken oder Ruderwanzen. Danach ging es zurück ans Museum und wir untersuchten das Wasser mit seinen Lebewesen unter dem Binokular. Nun sortierten wir die Tiere je nach Art in kleine Schälchen.

Wir fanden folgende Tiere:

  • massig Wasserflöhe
  • einige Muschelkrebse, die sich am Boden befanden
  • wenige Eintagsfliegenlarven
  • wenige Rückenschwimmer
  • mäßig Rote Zuckmückenlarven
  • wenige Zuckmückenpuppen
  • viele Zuckmücken unbestimmter Art, die in selbstgebauten Röhren wohnten,die aus Matsch und Spucke bestanden 
  • wenig Puppen der unbestimmten Zuckmücken, diese besaßen zwei Büschel am Kopf. Auch diese Puppen befanden sich in selbstgebauten Röhren

Als Zweites untersuchten wir das Springbrunnenbassin. Schon beim Keschern roch man einen Geruch, der mit Chlor zu vergleichen war. Wir hatten auch immer nur wenige Tiere im Kescher und fast keine Wasserflöhe (2 Individuen). Da die Wasserflöhe fehlten, aufgrund des Gifts, war das Becken grün, nicht mehr klar, da die Algen nicht von den Wasserflöhen gefressen wurden und damit überhand nahmen. Auch bei der Untersuchung hatten wir es mit deutlich weniger Tieren zu tun, aber vorallem auch mit weniger Arten.

  • 2 Wasserflöhe
  • viele Ruderwanzen
  • viele Stechmückenlarven
  • wenig Zuckmücken weiße - rote
  • viele Algen im Wasser

Hier noch im Vergleich das "gesunde" Rosengartenbecken und das vergiftete Springbrunnenbassin

 Rosengartenbecken Vergiftetes Springbrunnenbassin


Schade, dass wir gerade im Jahr der Biodiversität ein solches Trauerspiel in unseren Blog aufnehmen müssen.

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