Sonderausstellung im Schloss Rosenstein, 30. März bis 9. Juli

Das Ei ist ein großer Wurf. Bei Tieren sind Eier die bei weitem bevorzugten Einheiten der Fortpflanzung. Ob Wurm, Insekt oder Vogel – so verschieden sie sind, Eier legen sie alle. In vielen Fällen enthalten Eier neben der befruchteten Eizelle auch einen Startvorrat an Nährstoffen, häufig sind sie durch Schalen gegen Umwelteinflüsse geschützt. Prototyp des Eis – nicht aus der Sicht des Evolutionsbiologen, aber aus der des „normalen“ Menschen – ist das Vogelei, speziell das des Huhns.

„Einfach genial“ ist deshalb eine Ausstellung rund um’s Vogelei. Mit tiefen Ei(n)blicken in das, was sich im Inneren des Eies abspielt, wenn aus einer befruchteten Eizelle ein Vogelküken wird. Hauptsächlich aber geht es um die Verpackung. Unglaublich vielfältig sind die Farbmuster von Vogeleiern und selbst die Form ist erstaunlich variabel und entspricht durchaus nicht immer dem klassischen Hühnervorbild. Weiß, einfarbig, bunt, glänzend oder matt, kugelrund, birnenförmig oder lang oval – das Thema Vogelei ist eines mit zahllosen Variationen. Das offenbart sich nirgends besser als in der Eiersammlung des Naturkundemuseums, die mehr als 50.000 Exemplare umfasst. 

Ornithologen haben Eier natürlich nicht aus solchen ästhetischen Gründen gesammelt. Eier in wissenschaftlichen Sammlungen sind in erster Linie Informationsträger. Dabei sagt ein Ei manchmal mehr aus als hundert Vögel, gibt es doch grundsätzlich einen eindeutigeren Nachweis des Brütens einer Art in einem bestimmten Gebiet als der höchst mobile erwachsene Vogel. „Einfach genial“ stellt Projekte vor, bei denen Stuttgarts Eier eine Rolle spielen.
Darüber hinaus jede Menge Antworten auf nur vordergründig einfache Fragen wie die, ob denn nun Strauß oder Kolibri die größeren Eier legt…

Bitte beachten Sie auch unser Begleitprogramm. Aus nahe liegenden Gründen mit besonders reichhaltigem Angebot vor Ostern.