Entomologie

Biodiversitätsforschung in der Entomologie behandelt den größten Teil aller Organismen unserer Erde mit über 1 Million beschriebener Insektenarten. Die Forschung am SMNS konzentriert sich auf die artenreichsten Insektengruppen: Coleoptera (Käfer), Diptera (Fliegen und Mücken), Hymenoptera (Wespen, Bienen, Ameisen), Lepidoptera (Schmetterlinge) und aquatische Insekten (Eintagsfliegen, Steinfliegen, Libellen).

Klassisches Arbeitsfeld in der Entomologie ist die Taxonomie, die Klassifikation bekannter und die Beschreibung neuer Arten. Projekte der Abteilung basieren auf der entomologischen Sammlung und beinhalten taxonomische Revisionen, Monografien bestimmter Gruppen bzw. Regionen, Art-Kataloge, faunistische Übersichten und Feldführer

Phylogenie, die Rekonstruktion der Stammesgeschichte, ist ein weiteres Arbeitsgebiet der entomologischen Abteilung. Der Tradition von Willi Hennig folgend, der diese Forschungsrichtung im Museum in den 1960er Jahren begründete, behandeln diese Untersuchungen vergleichende Morphologie ebenso wie moderne molekulare Methoden, u.a. erfolgt die Mitarbeit im GBOL-Projekt Fauna und Fungi SW-Deutschlands

Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Abteilung ist die Bearbeitung parasitischer Fliegen- und Wespen-Gruppen, die für die biologische Schädlingsbekämpfung bedeutsam sind.

Die Insektenfauna Baden-Württembergs, speziell die der Käfer, Schmetterlinge und Wildbienen, wird überwiegend von den Mitgliedern des angebundenen Entomologischen Vereins Stuttgart (1869 e.V.) untersucht. Deutsches Koleopterologen-Treffen und Stuttgarter Hymenopterologen-Tagung werden regelmäßig organisiert.