02.05.2022

Science News: Lumineszierende Säugetiere

Forschungsmuseum

UV-Licht ist für das menschliche Auge unsichtbar. Bei einem Prozess, der als Fotolumineszenz bekannt ist, kann UV-Licht jedoch absorbiert und als sichtbare Farbe wieder abgegeben werden. In den letzten Jahren haben Wissenschaftler*innen dieses Phänomen bei verschiedenen Säugetieren – wie beispielsweise Igeln, Flughörnchen und dem Schnabeltier – beobachtet, wenn deren Fell UV-Licht ausgesetzt ist.
Ein internationales Forscher*innen-Team hat mithilfe von Fellanalysen herausgefunden, worauf das Leuchten beruht: Es geht auf Porphyrine zurück, die in den Haaren abgelagert sind. Diese Moleküle sind überlebenswichtig für den Organismus, eine Überproduktion von Porphyrinen kann jedoch u a. zu schweren Hautverletzungen führen. Säugetiere können die Anhäufung von Porphyrinen verhindern, indem sie ihre Haare als Speicher nutzen, in denen das Sonnenlicht diese Moleküle abbaut. Das vorübergehende Vorhandensein von Porphyrinen in den Haaren bewirkt wiederum, dass das Fell leuchtet.

Dr. Eli Amson, Kurator für fossile Säugetiere am Naturkundemuseums Stuttgart, war an der Untersuchung in großem Umfang beteiligt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Integrative Zoology" veröffentlicht.

Die Pressemitteilung des Museums für Naturkunde Berlin können Sie unter folgendem Link abrufen: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/presse/pressemitteilungen/rosarote-flughoernchen-sind-lumineszierende-saeugetiere-haeufig